Die Türkei ist kein saisonales Ziel. Sie hat zwölf Monate, in denen irgendjemand mit gutem Grund dorthin fährt – nur nicht überall zur gleichen Zeit. Wer versteht, wie Küste, Metropole und Landesinneres klimatisch auseinanderdriften, kann seinen Urlaub deutlich besser planen.
Mai und Juni sind für die meisten Reisenden die besten Monate an der Riviera. Das Meer hat sich auf 22 bis 24 Grad erwärmt, die Temperaturen liegen tagsüber bei 28 bis 32 Grad, die Hotels sind noch nicht ausgebucht, und die Preise sind vergleichsweise moderat. Wer Pamukkale, Ephesus oder Pergamon besuchen möchte, trifft dort im Mai noch auf ein handhabbares Besucheraufkommen.
Die Riviera im Mai – grüne Bergkulisse, türkisblaues Wasser, erträgliche Temperaturen
Hochsaison, höhere Preise, vollere Strände. Die Mehrheit aller deutschen Urlauber reist dennoch in diesen Monaten – wegen der Schulferien. Wer keine Wahl hat, sollte früh buchen und erwägen, ein Hotel etwas außerhalb der bekanntesten Orte zu wählen. An der Riviera ist es mit 33 bis 36 Grad sehr heiß; Istanbul ist im August unangenehm schwül.
Wer die Wahl hat, fährt im September oder Oktober. Das Meer ist noch auf 26 bis 28 Grad erwärmt, die Temperaturen sind angenehmer, die Strände ruhiger, und die Preise fallen spürbar. In Kappadokien ist Oktober der beliebteste Monat – klare Luft, goldene Farben, ideale Bedingungen für Ballonfahrten.
Istanbul: Am besten April bis Juni oder September bis Oktober. Im Sommer ist die Stadt heiß und touristisch überlastet; im Winter regnerisch, aber ruhig und deutlich günstiger – für Kulturreisende durchaus interessant.
Der Winter eignet sich für Städtereisen nach Istanbul (Museen, Basar, wenig Betrieb), Thermalurlaub in Pamukkale oder Bursa. Die Riviera schläft in dieser Zeit; viele Hotels sind geschlossen.