UNESCO-Welterbe · Çanakkale · Nordwesttürkei
Troja ist einer der meistdiskutierten Orte der antiken Welt. Jahrtausendelang galt es als reiner Mythos. Dann gruben Heinrich Schliemann und seine Nachfolger und fanden: nicht eine Stadt, sondern neun – übereinandergestapelt, jede auf den Ruinen der vorherigen, insgesamt 3.500 Jahre menschlicher Geschichte an einem einzigen Ort.
Das Ausgrabungsgelände ist überschaubar, der Weg gut ausgeschildert. Man passiert Stadtmauern aus verschiedenen Epochen, erkennt antike Tore, Rampen und Wohnviertel. Das hölzerne Trojanische Pferd am Eingang ist eine touristische Requisite – der eigentliche Wert liegt im Boden darunter.
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Nur eine Fährfahrt vom Ausgrabungsgelände entfernt beginnen auf der europäischen Seite die Schlachtfelder von Gallipoli – Schauplatz einer der verlustreichsten Schlachten des Ersten Weltkriegs. Das ist emotional anspruchsvoll, aber historisch dicht wie kaum eine andere Tagesroute in der Türkei.
Praktischer Tipp: Besuchen Sie Troja am Nachmittag und nehmen Sie die Abendstimmung mit – dann sind die Reisebusse abgereist. Kombinieren Sie den Besuch mit einem Abend in Çanakkale, das angenehme Restaurants und Cafés am Hafen bietet.
Troja liegt 30 km südlich von Çanakkale, von Istanbul rund 330 km. Mit dem Bus (4–5 Std.) oder Mietwagen. Viele Veranstalter bieten Tagestouren ab Istanbul an, die Troja und Gallipoli kombinieren.